Mitgliederversammlung

Melanie Burkart ist neue Vorsitzende des Tennisclubs

 

Weibliche „Doppelspitze“ mit Anna Jablonski als Stellvertreterin – Rita Fleischer neue Sportwartin – Mitgliederzuwachs auch im fünften Jahr

 

Viele Vereine kämpfen mit der Tatsache, dass sich immer weniger Menschen ehrenamtlich engagieren wollen - von verpflichtender Vorstandsarbeit ganz zu schweigen. Zu groß sei die Verantwortung und auch die zeitliche Belastung, hört man immer öfter. Im Tennisclub Laubach (TCL) weht seit einiger Zeit ein anderer Wind: Im fünften Jahr verzeichnet der Verein steigende Mitgliederzahlen. Von 70 vor sechs Jahren kletterte die Zahl auf bis zu 250 Mitte letzten Jahres. Aktuell liegt sie aufgrund saisonal üblicher Austritte bei gut 220 inklusiver einer auf 35 Kinder und Jugendliche angewachsenen Nachwuchsabteilung. 75% der aktuellen Mitglieder sind dem Verein in den letzten fünf Jahren beigetreten. Und auch über das Engagement der Mitglieder ist nicht zu klagen: Seit der Mitgliederversammlung kürzlich in der Pizzeria Aragosta ist der Vorstand seit langer Zeit wieder komplett besetzt und es gibt mehr und mehr Arbeitsgruppen mit engagierten Mitgliedern außerhalb des Vorstandsteams.

Während der Versammlung konnte erster Vorsitzende Martin Schmier wieder auf ein sehr erfolgreiches Jahr zurückblicken. Nicht nur, dass im vergangenen Jahr erneut etwa 50 Neumitglieder gewonnen werden konnten, auch das Projekt „Tennis für Alle“, das sich an Menschen mit Handicap richtet, setzte der Verein erfolgreich fort, gewann auch hier neue Sportler und erfuhr überregionale Würdigung seiner Inklusionsarbeit durch Preise, Auszeichnungen und Presse-, Rundfunk- und TV-Berichte. Schmier konnte auch auf weitere positive Dinge der Saison 2022 verweisen: Durch steigende  Mitgliederzahlen geht es dem Verein auch finanziell gut. Das zeigt sich in vielen Anschaffungen und Baumaßnahmen, die der Verein tätigen konnte. Durch viele Förder- und Preisgelder aus dem Inklusionsbereich konnten Teile der Anlage barrierefrei umgebaut werden. Auch im Bereich der Digitalisierung befindet sich der Verein mit digitaler Mitglieder- und Kassenverwaltung, Webcam, Website und monatlichen Newslettern auf neuestem Stand. Ein Dank des Vorstands für besondere Leistung ging an die Personen, die sich leidenschaftlich um Clubhaus, Anlage, Verpflegung und Mitgliederwerbung kümmern: Hubertus Ackermann, Willi Alles, Karl-Heinz Kotzian, Peter Jablonski, Dirk Oßwald, Gerd Rohrmann, Andreas Wenig sowie die Arbeitsgruppe „Clubhausfeen“ um Irmgard Ackermann und Anna Jablonski.

Auf sportlicher Ebene freute man sich über den Aufstieg der Herren- 40-Mannschaft in die Bezirksliga und den zweiten Platz der Kreispokal-Mannschaft der Herren. Jugendwart Viktor Wall berichtete von steigendem Interesse am Kinder- und Jugendtraining und den vielen Ideen, die er mit den vereinseigenen Assistenz-Trainern für 2023 ausgearbeitet hat. So soll es neben dem ersten Elternabend am 15. März auch ein Sommercamp für den Nachwuchs geben, zudem Mannschaftsmeldungen für den Kreispokal und Fahrten zu überregionalen Tennis-Turnieren. Schmier erwähnte auch lobend das Fitnessangebot „Fit für Tennis“ in der Wintersaison von Hubertus Ackermann.

Nach einem – wie erwartet – positiven Kassenbericht des Schatzmeisters Mario Wiegran und einstimmiger Entlastung standen Neuwahlen für einige Positionen an. Bei der turnusmäßigen Wahl des Vorsitzenden stand Schmier nach 11 Jahren als 1. Vorsitzender nicht mehr zur Verfügung. Auf seinen Posten wählte die Versammlung die bisherige 2. Vorsitzende Melanie Burkart. Die nun vakante Position der 2. Vorsitzenden übernahm Anna Jablonski. Rita Fleischer löste Lars Albert in der Funktion als Sportwart ab. Die anderen Ämter - Rechner (Mario Wiegran), Jugendwart (Viktor Wall) und Schriftführerin (Janna Schleier) – blieben unverändert. Mit dieser Besetzung sind die Vorstandspositionen erstmals seit vielen Jahren wieder komplett besetzt.

Für 40jährige Mitgliedschaft im Verein zeichnete man am Abend (in Abwesenheit) Adi Hanak aus. Auch drei Anträge von Mitgliedern fanden die mehrheitliche Zustimmung der Versammlung: So will der Verein sich nach einem eindrücklichen Appell von Bürgermeister Matthias Meyer um trinkwassersparende Alternativen zur Bewässerung der Tennisanlage kümmern. Ferner können künftig auch junge Erwachsene bis 21 Jahre weiter am (subventionierten) Jugendtraining teilnehmen, wenn sie in einer Mannschaft spielen. Außerdem beauftragte man den Vorstand mit der Ausarbeitung einer Satzungsänderung.